Integrierter Informatikunterricht an der Primarstufe

Nachdem der Krienser Einwohnerrat an seiner letzten Sitzung den Bericht und Antrag zur Einführung des Informatikunterrichtes an der Primarstufe (23 :3) angenommenen hatte, ergriff die deutlich unterlegene Chance 21 das Referendum.

Auch wir vom GB stehen der Entwicklung im Bereich Kommunikations- und Informationstechnologie kritisch gegenüber. Gerade darum finden wir den Auftrag an die Schule, Kinder im Umgang mit neuen Medien zu schulen und sie auf die damit verbundenen Risiken aufmerksam zu machen, sinnvoll und unterstützen die Vorlage.

Die Chance 21 wehrt sich primär gegen die Anschaffung von Computern für die Unterstufe und malt das Gespenst des Bewegungsmangels an die Wand.

Tatsache ist, dass der Bericht und Antrag für Kindergarten, 1. und 2. Klasse die Anschaffung von lediglich einem Computer pro Klasse vorsieht. Dieser dient in erster Linie den Lehrpersonen, die als eine der letzten Berufsgruppe dieses zeitgemässe Arbeitsinstrument für die Vorbereitung ihrer Lektionen zur Verfügung gestellt erhalten. Für uns eine längst fällige Selbstverständlichkeit!

Für die Arbeit mit den Kindern der Unterstufe kann der Computer höchstens punktuell und zeitlich limitiert eingesetzt werden. Dafür sorgt allein schon die Beschränkung auf einen Computer pro Klasse. Wir sind zudem überzeugt, dass die Lehrpersonen dieses neue Instrument nach pädagogischen Gesichtspunkten verantwortungsvoll nutzen werden.

Bewegungsmangel ist ein grosses Problem unserer heutigen Gesellschaft. Es ist jedoch unlauter, die Anschaffung von 1 Computer pro Klasse auf der Unterstufe damit in direkten Zusammenhang zu bringen. Kein Kind wird sich deswegen weniger bewegen, es wird aber im Verlaufe der Primarschule lernen, dass Bewegungsmangel eine der Folgen von zu grossem Medienkonsum ist.