Wiederaufnahme des Energieförderprogramm mit Speisung von 100000.– Franken aus dem Gewinn des GKLU

Wie wir aus der Presse entnehmen konnten, weisst die Kehrichtverbrennungsanlage für das letzte Jahr ein Rekordergebnis aus. Das ist sehr erfreulich. Ein grosser Teil dieses Ertrages stammt aus der erneuerbaren Energieproduktion. Daher macht es auch für Kriens Sinn, einen Teil dieses Gewinnes wieder in erneuerbare Energien zu investieren.
Der Antrag zur Speisung des Energiefonds wurde in den letzten Budgetberatungen immer wieder mit der Begründung abgewiesen, die Sache wäre eigentlich etwas Gutes, aber das Budget müsse ausgeglichen sein. Mit dem nicht budgetierten Rekordgewinn des GKLU sind nun zusätzliche Mittel vorhanden, die sinnvoll zweckgebunden werden sollten.

Ein Energieförderprogramm ist wirtschaftlich. Das Anreizsystem wirkt als Multiplikator. Die eingesetzten Mittel lösen ein Vielfaches an Investitionen aus. Dieser Modernisierungs- und Investitionsschub bringt Arbeit und Verdienst für unsere Gewerbebetriebe. Das Förderprogramm schafft Arbeitsplätze. Wo gearbeitet werden kann, fallen aber auch Löhne und Gewinne an, von welchen wiederum die Gemeinde über Steuern profitiert. Das investierte Geld fliesst zurück.
Dank der mit der Förderung verbundenen Qualitätssicherung werden modernste Anlagen installiert, welche punkto Wirkungsgrad und Verbrennungstechnik eine hohe Energieeffizienz garantieren. Dadurch entlasten wir die Luft von Schadstoffen und CO2.

Die Städte und Gemeinden spielen eine wesentliche Rolle in der schweizerischen Energiepolitik. Sie haben eine wichtige Vorbildfunktion. Mit dem Label “Energiestadt“ steht den Städten und Gemeinden ein attraktives Instrument zur Verfügung. Auch Kriens ist eine zertifizierte Energiestadt. Leider wurde in den letzten Jahren diese Chance vertan. Von den 140 mit Label ausgestatteten Gemeinden/Städte liegt Kriens im Benchmark nur gerade an der 119. Stelle.
Daher gibt die Wiederaufnahme des Energieförderprogramms der Gemeinde einen wichtigen Schub für die Zukunft. Hier kann und muss die Gemeinde als wichtige Motivatorin neue Impulse geben. Nach dem Motto – Handeln für ein gutes Klima.

Wir fordern den Gemeinderat auf, 100’000.– Franken aus dem Gewinn des GKLU in das Energieförderprogramm zu investieren.

An der Sitzung vom 8. November hat sich der Einwohnerrat mit dieser Motion befasst. Obwohl der Gemeinderat die Motion entgegennehmen wollte, wurde es nochmals eng.
Gegen die Stimmen der SVP und FDP wurde die Motion mit 14:13 überwiesen.
Das Förderprogramm dient nicht nur dem Umweltschutz, sondern auch dem Erhalt bzw. Ausbau von Arbeitsplätzen in Kriens und ist daher auch als Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft zu sehen.