Mehr Sicherheit und Ordnung in Kriens

Auch wir sind durch die beiden Gewaltdelikte erschüttert. Und auch wir möchten dies in Zukunft verhindern. Aber wir versprechen nicht, dass wir dies in Zukunft mit ein paar Videokameras verhindern können. Dies zu behaupten ist mehr als unseriös, das ist billigster Populismus.

Wenn Röbi Thalmann schreibt: „Die Mitte-Linksallianz im Einwohnerrat und Gemeinderat Cyrill Wiget haben dies aber grundlos abgelehnt und damit die heutigen Verhältnisse provoziert“, dann ist diese Behauptung eine bodenlose Frechheit.

Es ist eine Frechheit gegenüber den Angeschuldigten, denn die Behauptung, dass Leute hier im Einwohnerrat die Taten (sprich Tote) provoziert haben ist ungeheuerlich und entbehrt jeder Grundlage. Röbi Thalmann weiss haargenau, dass die Taten auch in privaten Räumen stattgefunden haben und die geforderten Videokameras dort nicht zum Einsatz kommen. Und es ist absurd zu glauben, dass derart gewalttätige Auseinandersetzungen durch Videokameras verhindert würden. Es geht hier ja nicht um Vandalismus.
Es ist aber auch eine Geschmacklosigkeit gegenüber den betroffenen Angehörigen, wenn man ihnen suggeriert, dass die Opfer noch leben könnten, wenn die Gemeinde anders gehandelt hätte.
Bei dieser Motion habe ich mich gefragt, ob es denn kein Thema gibt, das politisch nicht missbraucht wird. Aufgabe unseres Einwohnerrates ist es Lösungen zu erarbeiten und nicht Andersdenkende mit Dreck zu bewerfen. Ich hoffe, dass sich Röbi Thalmann für die ungeheuerlichen Vorwürfe entschuldigen wird, denn mit solchen Vorwürfen wird das Klima im Rat vergiftet und eine konstruktive Zusammenarbeit sehr, sehr schwierig.
Auch wenn ich Videoüberwachung im öffentlichen Raum nicht generell ablehne, bitte ich sie, diese Motion in dieser Form nicht zu überweisen. Wenn Politisieren in dieser Form salonfähig wird, dann kann die politische Kultur in Kriens abdanken.

Die Grüne-Fraktion lehnt die Motion entschieden ab.

An dieser Stelle möchte ich dich Röbi Thalmann auffordern, in Zukunft auf persönliche Angriffe zu verzichten. Ein respektvoller, anständiger Parlamentsbetrieb ist sonst nur schwierig aufrecht zu erhalten.