Der Fusion entgegen „Steuern“

Der Fusion entgegen „Steuern“

Mit dem aktuellen Budget 2011 beschliesst der Einwohnerrat Kriens die Anhebung des Steuerfusses. Einzig die SVP hat das, zuvor in aufwändiger Kommissionsarbeit ausgehandelte, Budget 2011 entgegen ihrer Verlautbarungen abgelehnt. In der Paranoia um eine Fusion, will die SVP die Gemeinde Kriens finanziell gegen die Wand fahren.

Während der letzten Einwohnerratsdebatte argumentierte die SVP, dass sich Kriens einen attraktiven Steuerfuss leisten muss, um so einer Fusion mit der Stadt Luzern zu entgehen.

Es ist wichtig, dass wir unsere Standort-Qualitäten schützen und stützen. Damit sich eine Fusion nicht aufzwingt und nur eine von vielen Zukunfts-Optionen für Kriens bleibt .

Für die SVP scheint es neben einem tiefen Steuerfuss jedoch keine weiteren Qualitäts-Indikatoren für eine Wohngemeinde zu geben. Tiefe Steuern = lebenswerte Gemeinde!

Die Grünen denken anders: Ein tiefer Steuerfuss um jeden Preis fährt die Gemeinde Kriens finanziell gegen die Wand. Die SVP will den Steuerfuss solange tief halten bis

* A: Die Gemeinde Kriens pleite ist und somit mangels finanzpolitischen Optionen zu einem wehrlosen Fusions-Opfer wird.

ODER

* B: Die Gemeinde muss auf Grund der fehlenden Steuereinnahmen so viele Leistungen abbauen , dass die Gemeinde Stück für Stück sämtliche Standort-Qualitäten verliert.

Mit ungesunden Finanzen (ohne Steuererhöhung würde 2011 ein Defizit von
7 Millionen Franken resultieren) können keine qualitativ guten Schulen betrieben, keine Vereine unterstützt und keine attraktive Weiterentwicklung des Dorfkerns finanziert werden. Die Gemeinde Kriens müsste auf Grund ihrer finanzieller Lage immer weitere Standort-Qualitäten aufgeben. Damit würde genau das Gegenteil passieren, was nicht nur SVP zu verhindern versucht.

Ist die Gemeinde Kriens wegen eines unrealistisch tiefen Steuerfuss gezwungen sich kaputt zu sparen, so entwickelt sich Kriens zu einer Schlafstadt für Bewohner ohne lokale Verwurzelung. Für Bewohner denen ausser einer tiefer Steuerbelastung nichts an ihrer Wohngemeinde liegt.