Bericht Postulat Koch (SVP): Die Krauerwiese als Spielwiese und Freiraum für die Krienser Bevölkerung erhalten!

Votum Erich Tschümperlin

Die Modulbauten auf der Krauerwiese haben eine lange und eine unschöne Geschichte hinter sich. Wenn man verstehen will, weshalb dieser Vorstoss zustande kam, und weshalb er überwiesen wurde, dann lohnt sich ein kurzer Blick zurück.

Am 30. April 2015 hat der ER dem Baukredit für die Modulbauten (B&A 164/2015) auf der Krauerwiese zugestimmt. (An dieser Sitzung wurde übrigens Cla Büchi als ER vereidigt)
Zu langen Diskussionen führte jedoch der Standort. Der ER wollte keine Wiesen rund um Schulhäuser oder Spielplätzen mehr zur Überbauung freigeben. Dies war gemäss BZR auch nicht gestattet, wie Judith Mathis ausführte. Da man von einem Provisorium ausging hat der ER trotzdem zugestimmt.
Der Gemeinderat hat versprochen, die Module würden nur 3 bis 4 Jahre als Provisorium auf der Krauerwiese stehen bleiben. Diese wurden wegen den Schulhaussanierungen Kirchbühl und Brunnmatt nun dringend gebraucht.
Als wir ER dann in der Zeitung lesen konnten, dass diese 30 Jahre oder mehr stehen bleiben sollen, war das Vertrauen in den Gemeinderat dahin.

Auch wurden die Module damals als besonders werthaltig gepriesen. So hiess es damals, die Module hätten einen hohen Wiederverkaufswert. Man könne sie zu einem guten Preis dem Hersteller oder andere Gemeinden mit Schulraumproblemen verkaufen.
Im B&A 164/2015 steht dazu folgendes: «Falls nicht alle Module ab 2018 wider Erwarten weiter verwendet werden können, wird die ERNE AG Holzbau ein Rückkaufangebot unterbreiten. Der Investitionsschutz ist gewährleistet.».

Und die Module stehen, respektive das verbleibende Modul, seit 2019 ohne Baubewilligung auf der Krauerwiese. Dies stellte der zuständige Gemeinderat aufgrund meiner Frage nach der definitiven Baubewilligung fest. Die provisorische Baubewilligung lief Ende 2018 aus. Man hatte vergessen eine definitive Baubewilligung einzuholen. Mit dem aktuellen BZR kann das Modul auf der Krauerwiese aber gar nicht definitiv bewilligt werden.

In der Zwischenzeit wurden die Module auch noch für mehrere Hunderttausend Franken umgebaut, wegen anderweitigen Nutzungen. Und sie standen zwischenzeitlich auch länger leer.

So sind wir also zu diesen Modulen gekommen.

Es freut uns sehr, dass der Stadtrat dieses Postulat – und damit den ER – ernst nimmt.

Gerade weil dies nicht immer so war, hat Patrick Koch dieses Postulat eingereicht und wir haben es unterstützt.

Dies hat nun grundlegend geändert. Darum bestehen wir nicht mehr darauf, dass sie sofort weg müssen. Diese plötzliche Eile, nach all den Jahren, würde die Sache auch nicht besser machen.
Wir sind überzeugt, dass der Stadtrat den Willen des ER bezüglich der Krauerwiese verstanden hat.

In unserer jetzigen finanziellen Situation fordern wir, dass zuerst die Schulraumplanung gemacht wird und der Bedarf sauber ausgewiesen wird. Danach können wir entscheiden, ob sie verschoben werden sollen oder nicht. Ob es diese Module woanders braucht oder nicht. Wenn nicht, dann ist es sicher günstiger sie zu verkaufen als zu verschieben.

Wie wir in der Bauabrechnung gesehen haben, sind die Kosten für die Module in der Grössenordnung von Massivbauten.

Auch bei einer Verschiebung sind die Kosten inkl. Fundament und Zuleitungen sehr hoch.

Alleine die Verschiebung des einen Moduls von der Krauerwiese zum Schulhaus Roggern kostet Fr. 1,6 Mio. Und die Modulbauten sind nicht sehr flächeneffizient. Auf derselben Fläche könnte man mehrere Stockwerke bauen und diese auch besser erschliessen, vor allem auch behindertengerecht.

Wir wollen auch nicht, dass diese Module auf ein Schulwiese gestellt werden. Wenn Schulhäuser erweitert werden, braucht es mehr Spielplatz und nicht weniger.

So gesehen ist auch die Verschiebung der Module zum Schulhaus Roggern nicht in unserem Sinn. Auch dort wurde entgegen dem BZR das Modul auf eine Spielwiese gestellt und daraus wird nun eine definitive Lösung. Nach all den Investitionen müssen wir uns wohl oder übel damit abfinden.

Unser Fazit ist, dass zuerst der Bedarf und die weitere Verwendung des letzten Moduls sorgfältig abgeklärt werden muss, bevor das Module verschoben wird.

Danach darf auch ein Verkauf nicht ausgeschlossen werden. Die Erstellung von neuem Schulraum, optimal angepasst an die örtlichen Verhältnisse, ist je nach dem günstiger als das Verschieben dieser Standardmodule. Und spätere Erweiterung sind bei Neu- oder Anbauten einfacher als bei Modulbauten, die man nicht beliebig aufeinander stapeln kann.

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